Das RSML-NPGS setzt sich dafür ein, eine psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung zu gewährleisten, die auf anerkannten fachlichen Standards, einer strukturierten klinischen Koordination und einer besonderen Aufmerksamkeit für die Sicherheit der Patientinnen und Patienten beruht.
Die klinische Supervision ist ein zentrales Element des Qualitätsdispositivs. Komplexe, instabile oder risikobehaftete klinische Situationen werden regelmässig besprochen; bei Bedarf besteht Zugang zu einer qualifizierten klinisch verantwortlichen Person.
Die Unterscheidung zwischen interner klinischer Supervision und im Rahmen der postgraduierten Weiterbildung anerkannter Supervision wird ausdrücklich eingehalten.
Die Qualität der Behandlungen beruht auf der Zusammenarbeit zwischen Psychiaterinnen und Psychiatern, Psychologinnen und Psychologen, Home-Treatment-Strukturen, Hausärztinnen und Hausärzten sowie weiteren Partnern des Versorgungssystems. Diese Koordination soll die Kontinuität der Versorgung und die Anpassung der Interventionen an die klinische Situation unterstützen.
Die Struktur verfügt über Modalitäten zur Behandlung von Krisensituationen, insbesondere in den Bereichen Suizidalität, Agitation, akute Dekompensationen und Interventionen zu Hause. Die klinischen Verfahren erfolgen im Rahmen der anwendbaren rechtlichen und organisatorischen Vorgaben.
Das Qualitätsdispositiv umfasst die Analyse von Vorfällen und kritischen Situationen, die interdisziplinäre Reflexion über die Praxis sowie die Umsetzung von Verbesserungsmassnahmen, wenn dies erforderlich ist.
Gezielte klinische Überprüfungen, insbesondere im Bereich der Pharmakotherapie und komplexer Situationen, tragen zur Aufrechterhaltung der Versorgungsqualität bei.
Die klinischen Tätigkeiten werden strukturiert in der Krankengeschichte dokumentiert. Gesundheitsbezogene Informationen werden gemäss den anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zur ärztlichen Schweigepflicht und zum Datenschutz behandelt.